Wet-on-Wet Printing: Mehr Effizienz und neue Möglichkeiten in der industriellen Kennzeichnung
Wie der gleichzeitige Auftrag zweier Tinten Produktionsprozesse beschleunigt, Mehrfarbdruck ermöglicht und die Codequalität verbessert
Moderne Produktionsumgebungen stehen unter konstantem Druck: Prozesse müssen schneller, effizienter und gleichzeitig qualitativ hochwertig sein. In der industriellen Kennzeichnung kommt dabei ein Faktor ins Spiel, der oft unterschätzt wird: die Tinten-Trocknungszeit. Wet-on-Wet Printing – also das Drucken direkt auf noch feuchte Tinte – adressiert genau diesen Engpass und eröffnet völlig neue Möglichkeiten für die Produkt- und Verpackungskennzeichnung.
Was ist Wet-on-Wet Printing?
Beim Wet-on-Wet Druck werden zwei Tinten direkt nacheinander aufgetragen – ohne dass die erste Tinte zuvor vollständig getrocknet sein muss. Eine erste Tintenschicht wird auf die Oberfläche gedruckt; unmittelbar danach wird eine zweite Tinte auf die noch feuchte erste Schicht appliziert. Beide Tinten interagieren innerhalb eines sehr kurzen Zeitfensters.
In vielen industriellen Anwendungen ist eine vollständige Trocknungsphase zwischen zwei Druckschritten schlicht nicht möglich. Je nach Material und Tinte beträgt diese Trocknungszeit bis zu 4–5 Sekunden – in schnellen Produktionslinien eine spürbare Verzögerung. Wet-on-Wet Printing eliminiert dieses Wartezeitproblem.
Die Vorteile im Überblick
1. Deutliche Zeitersparnis im Produktionsprozess
Da keine Trocknungszeit zwischen den Druckschritten benötigt wird, kann der gesamte Markierungsprozess nahezu halbiert werden. In der Praxis bedeutet das:
- Reduktion von Prozessschritten
- Höhere Liniengeschwindigkeit
- Weniger Stillstandzeiten
2. Mehrfarbdruck in der industriellen Kennzeichnung
Industrielle Kennzeichnung war bislang typischerweise auf eine Tintenfarbe beschränkt. Wet-on-Wet Printing ermöglicht erstmals gezielte Farbkombinationen ohne zusätzliche Prozessschritte – zum Beispiel:
- Schwarz und Rot für Gefahrenkennzeichnungen
- Weiss auf Schwarz für optimale Lesbarkeit
- Individuelle Farbkombinationen für spezifische Anwendungen
3. Verbesserte Codequalität und Lesbarkeit
Besonders bei 1D- und 2D-Codes kann der gezielte Einsatz zweier Tinten die Ergebnisse signifikant verbessern: höherer Kontrast, schärfere Konturen, deutlich bessere Lesbarkeit. Das steigert direkt die Performance von Verifikationssystemen und erhöht die Prozesssicherheit.
Die Herausforderung: Tintenkontrolle ist entscheidend
Wet-on-Wet Printing stellt hohe Anforderungen an die eingesetzten Tinten. Wird eine zweite Tinte auf eine noch feuchte Schicht aufgetragen, besteht das Risiko, dass beide Farben verlaufen und sich unkontrolliert vermischen. Um diesen Effekt zu beherrschen, wurden in Kooperation mit edding speziell entwickelte Tinten eingesetzt, die genau auf die Anforderungen des Wet-on-Wet-Drucks abgestimmt sind.
Die richtige Technologie: edding Compact Printer Series
Die edding Compact Printer Series bietet die ideale Grundlage für den Wet-on-Wet Druck: präzise Steuerung des Tintenauftrags, exakte Synchronisation des Druckzeitpunkts und kompakte Bauform für die einfache Integration in bestehende Produktionslinien.
Branchen und Anwendungen
Wet-on-Wet Printing ist keine Nischentechnologie, sondern kommt branchenübergreifend zum Einsatz: Automobil, Chemie, Exportverpackung, Getränke, Holz- und Bauindustrie, Konsumgüter, Lebensmittel, Maschinenbau, Möbel, Stahl und viele mehr.
Ihr Schweizer Partner
Kennzeichnung ist nicht gleich Kennzeichnung. Als Schweizer Partner von Elried bringen wir das Fachwissen mit, um die richtige Lösung für Ihren spezifischen Produktionsprozess zu finden – nicht von der Stange, sondern passgenau.
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